Das abendländische Horoskop ist das in der westlichen Gesellschaft bekannteste Teilgebiet der Astrologie. Es setzt sich im Regelfall aus wenigen Bausteinen zusammen. Dazu gehört der in zwölf Tierkreiszeichen unterteilte Tierkreis, welcher der Bahn entspricht, die die Sonne aus Sicht der Erde in einem Jahr vollzieht. Zusätzlich enthält ein Horoskop die Anordnung der zehn Planeten unseres Sonnensystems, wozu in der Astrologie der Vereinfachung wegen auch der Mond und die Sonne selbst gezählt werden. Die Konstellation dieser Planeten wird bezüglich ihrer Winkelfunktionen, auch Aspekte genannt, betrachtet. Diese geben Aufschluss, in welchem Verhältnis die Planeten als Vertreter bestimmter Persönlichkeitsbereiche zueinander stehen. Sie ermöglichen den Einblick in tiefere Schichten der menschlichen Psyche und erklären, welche Wesenszüge eine Einheit bilden, welche lediglich miteinander harmonisieren und welche in Spannung zueinander stehen. Ein Blick auf die verschiedenen Horoskopaspekte kann also durchaus Erklärungen für komplizierte, sich teils widersprechende menschliche Verhaltensmuster geben und somit das menschliche Miteinander in vielen Bereichen erleichtern. Denn ein Horoskop schenkt nicht nur mehr Verständnis für bestehende Anlagen oder Blockaden, sondern eröffnet auch ganz neue Wege, auf denen sich die bestehenden Gegensätzlichkeiten ergänzen und nicht blockieren. Ein korrekt erstelltes Horoskop erhält seine Vollständigkeit aber erst durch die Darstellung des Aszendenten. Das ist der Punkt, der während der festgelegten Horoskopzeit im Osten aufsteigt und symbolisiert die Maske einer Persönlichkeit, sozusagen die äußere Verkleidung, die das Umfeld zuerst am Menschen wahrnimmt. Wenn die Maske fällt, entpuppt sich meist erst der wahre Charakter. Somit erübrigt ein professionelles Horoskop oft unangenehme Überraschungen, denn viele Wesenszüge können im Regelfall bereits aus dem Tierkreiszeichen des Horoskopseigners herausgelesen und damit auch im Vorfeld entschärft werden.